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Faszien-Therapie

Faszien-Therapie



Muskeln, Sehnen und Nerven sind von einer hauchdünnen Schicht aus Bindegewebe ummantelt.


Bei Stress reagiert das Bindegewebe wie ein zu heiß gewaschener Pullover!


Diese Faszien reagieren auf Überlastung im Stoffwechsel (z.B. stressbedingt) oder auch auf Überbeanspruchung des Muskel-Sehnen Apparates. Sie verkleben untereinander, verdicken, verhärten, verfilzen und entzünden sich, der Stoffwechsel reduziert sich dort, es entstehen Schmerzen. Bei Stress reagiert das Bindegewebe wie ein zu heiß gewaschener Pullover!

Die wissenschaftliche Studie von Dr. Robert Schleip, Humanbiologe an der Universität in Ulm untersucht die Wirksamkeit der Faszien Therapie in der Physiotherapie.

Der manualtherapeutisch weitergebildete Krankengymnast oder ein Osteopath untersucht die Gleitfähigkeit der unterschiedlichen Gewebe zueinander und erarbeitet mit den Händen die Verschieblichkeit und Flexibilität der faszialen Strukturen.

Selbstverständlich müssen vor der Behandlung der Faszien andere schwerwiegende Erkrankungen durch den Arzt ausgeschlossen werden, wie z.B. Bandscheibenvorfall, Beinlängendifferenz aufgrund von Kreuz-Darmbein-Blockaden (ISG Blockade) die im Röntgenbild nicht ersichtlich sind, nur manuell untersucht werden können, oder durch andere bildgebende Verfahren.

Die Neurophysiologin Heike Jäger hat in Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Schleip ein Faszien-Labor ins Leben gerufen. Dort wurde untersucht, dass bei Stress Substanzen (Stressbotenstoffe) ausgeschüttet werden, die veranlassen dass sich Faszien unabhängig von Muskulatur zusammenziehen können, d.h. die Spannung im Gewebe steigt. Die Erkenntnis dass Faszien unabhängig von Muskulatur arbeiten ist neu. Sie sind von Nervenenden und Rezeptoren (Meldesystemen) besiedelt, sodass Schmerzmeldung möglich wird.

Faszien leben und verändern sich...
z.B. nach langer Ruhigstellung im Gips oder Schiene, bei Bewegungsarmut, statischen Berufshaltungen, etc. verlieren diese Strukturen ihre Elastizität, es entsteht erst Reizung, dann Schmerz. Faszien haben einen wesentlichen Anteil bei unerklärlichen Rückenschmerzen, sie erfüllen letztendlich die Stützfunktion von Kopf bis Fuß!

Faszien bestehen aus elastischen Fasern...
die z.B. Sehnen bilden. Sie sind Energieüberträger bei dynamischer Bewegung zwischen Gelenken und Muskulatur. Es entsteht beispielsweise ein Katapulteffekt, der längeres Gehen ohne Ermüdung ermöglicht.

Die Behandlung dieses Gewebes ist manchmal eine gesonderte Therapie, die außerhalb der normalen Physiotherapie ganz konzentriert nur in diesem System geleistet werden muss. Sie ist eine Selbstzahlerleistung in unserer Praxis, siehe Leistungskatalog/Preise.
 


Diese Behandlungsform richtet sich an Patienten mit

  • Haltungsproblematik (Überlastung)

  • Nach Operationen, zur Mobilisation von Narben

  • Bei neurologischen Problemen, z.B. Engpässen für Nerven und Gefässe (Karpaltunnelsyndrom, Thoracic Outlet Syndrom, chronischer Lumbalgie)



► Unser Angebot umfasst die Einzelbehandlung ( 30 Min.), sowie auch begleitend aktiv in die Teilnahme an einer Fasziengruppe. In dieser Kleingruppe (max. 6 Teilnehmer) wird ein Bewegungsprogramm erlernt, das den Stoffwechsel im Fasziengewebe erhöht und somit eine gesunde Versorgung und einen dauerhaften Therapieerfolg gewährleistet.

Unterstützend werden neben der Physiotherapie und Osteopathie - Rolfing, Yoga und Akkupunktur diskutiert.